Philipp von Steinaecker

 
 

Philipp von Steinaecker



Philipp von Steinaecker ist Gewinner der 2008 Melgaard OAE Young Conductor’s Auditions des Orchestra of the Age of Enlightenment und war für die Saison 08/09 der Assistant Conductor dieses Orchesters. Er assistierte Sir Simon Rattle, Vladimir Jurowski, Sir Roger Norrington und leitete außerdem Vorbereitungsproben der Symphonica Toscanini für Lorin Maazel. Er assistierte Daniel Harding sowohl beim Schwedischen Rundfunk-Symphonieorchester als auch beim London Symphony Orchestra und im Januar 2010 bereitete er das Trondheim Symphony Orchestra für ein Konzert mit Daniel Harding vor.

Im Mai/Juni 2010 assistierte er Sir John Eliot Gardiner bei seiner Produktion von Debussys Pelléas et Mélisande an der Opéra Comique in Paris und wurde eingeladen auch bei Gardiners Freischütz Produktion im April 2011 zu assistieren. Im Oktober 2010 dirigierte er das Abschlusskonzert der Gustav Mahler Akademie, einer Akademie des Gustav Mahler Jugendorchesters, und wurde für ein weiteres Konzert 2011 eingeladen.

Im November 2011 sprang Philipp von Steinaecker für die Saisoneröffnung beim Orchestra della Toscana in Florenz ein und wurde daraufhin für Konzerte in den kommenden Spielzeiten sowohl in Florenz als auch bei den Settimane Musicali der Chigiana in Siena eingeladen. Gleich darauf folgte eine Einladung beim Orchestra di Padova e del Veneto einzuspringen, wo er im Januar 2011 sein erfolgreiches Debut gab.

Im Sommer 2011 wird er ein Konzert mit der Camerata Salzburg in Siena, sowie mehrere open air Konzerte mit dem Orchestra della Toscana dirigieren. In der Saison 2011/12 wird er beim Haydn Orchester von Bozen und Trient, bei der Sinfonica Siciliana in Palermo und bei der Filarmonica di Torino debutieren. Außerdem kehrt er zum Orchestra della Toscana und zum Orchestra di Padova für weitere Konzerte zurück.

Philipp von Steinaecker ist Gründer und Dirigent des Barockorchesters Musica Saeculorum, das 2008 für ein ein Konzert mit Kantaten von J.S.Bach ins Leben gerufen wurde. 2009 führte das Orchesters im Brixener Dom Händels Messias auf. Dieses Konzert wurde vom ORF Radio Ö1 übertragen und ist als CD in der ORF-Edition Alte Musik erschienen. Ferner spielte das Ensemble mehrere Programme für Salonorchester auf Instrumenten von 1900, sowie Konzerte mit Weihnachtskantaten von Bach, Charpentier und Händel. Im Juli 2010 führte Musica Saeculorum Mahlers Lied von der Erde am Entstehungsort Toblach auf und spielte im September Mozarts c-moll Messe und Jupiter-Symphonie im Dom in Brixen. Das Sylvesterkonzert 2010/11 wurde ebenfalls vom ORF aufgezeichnet und wird in Kürze als CD erscheinen. Für den Rest der Saison plant das Ensemble ein Bach-Kantaten Programm im Sommer 2011 und die h-moll Messe für Dezember 2011.

Philipp von Steinaecker ist auch Dirigent der Soloists of the Mahler Chamber Orchestra und ist mit dieser Gruppe in Wien, Brescia, Trient, Rom und Meran mit Werken und Bearbeitungen von  Brahms, Debussy, Mahler, Webern und Schönberg aufgetreten.

Zusammen mit seiner Frau, der Flötistin Chiara Tonelli ist Philipp von Steinaecker Gründer und künstlerischer Leiter des Kammermusikfests auf Schloss Prösels in Südtirol. Künstler des Festivals waren in den vergangenen Jahren unter anderen Christian Tetzlaff, Camilla Tilling, Christophe Coin, Matthias Kirschnereit sowie Musiker des Artemis-, Vogler-, Eroica-, und Kuss-Quartetts.

Philipp von Steinaecker ist Mitglied des Mahler Chamber Orchestras unter Daniel Harding und des Lucerne Festival Orchestras unter Claudio Abbado.

Als Solocellist spielte er regelmäßig sowohl bei den English Baroque Soloists als auch beim Orchestre Révolutionaire et Romantique unter Sir John Eliot Gardiner und wirkte außerdem als Continuo Cellist an zahlreichen Projekten von Le Concert  d’Astrée unter Emanuelle Haïm mit.

Ebenfalls als Solocellist war er zu Gast beim Orchestra del Maggio Musicale Fiorentino unter Zubin Mehta sowie bei der Camerata Salzburg. Als Student spielte er regelmäßig bei den Wiener Philharmoniker und trat mit diesem Orchester unter nahezu allen großen Dirigenten unserer Zeit auf.

Philipp von Steinaecker wuchs in Hamburg auf und studierte als Jungstudent an der Musikhochschule Lübeck. Während der Gymnasialzeit machte er sein Debüt in der Hamburger Musikhalle mit dem Cellokonzert von Saint-Sëans und war Mitglied sowohl des Bundesjugendorchesters als auch des Gustav-Mahler-Jugendorchesters.

Nach dem Abitur studierte er bei Wolfgang Herzer an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien und vor allem bei Harvey Shapiro an der Juilliard School in New York, wo er den Bachelor und Master of Music machte. Im Anschluss folgte ein Barockcello-Studium bei Christophe Coin am CNSM in Paris. Dirigieren studierte er dann bei Mark Stringer und Yuchi Yoasa an der Universität für Musik in Wien.